„real“ life

Every dreamer knows that it is entirely possible to be homesick for a place you´ve never been to, perhaps more homesick than for familiar ground.

Österreich. Erste Eindrücke.

Das Flugzeug ist gelandet, ich betrete wieder österreichischen Boden. Höre Menschen sprechen. Komisch. Wieso reden die nicht spanisch? Raus aus dem Flughafengebäude, rein in die kalte, trockene Luft. Der Körper ist anderes gewöhnt, er reagiert mit Kopfschmerzen und trockener Haut. Fast alle Menschen haben verbissene, ernste Minen aufgesetzt und sind ganz blass im Gesicht. Kaum jemand spricht in der S-Bahn. Das muss wohl der Verdienst des Winters gewesen sein. Oder der Stress, immer funktionieren zu müssen. War das schon immer so? Vielleicht ist es auch einfach nur typisch für ein mitteleuropäisches Land, dass die Menschen um einiges ernster sind als in tropischen Gefilden. Von Entspanntheit und Ungezwungenheit fehlt jede Spur. Oder ich seh sie nur nicht? Ich bin jedenfalls nicht besonders scharf darauf, mich davon bald wieder anstecken zu lassen. Aber das muss ich ja auch gar nicht.

Wiedersehen macht Freude.

Gelandet. Gleich mal Familie und Freunde wiedersehen! So macht man das, und beide Seiten freuen sich schon länger darauf. Manche tun so, als wäre ich nie weg gewesen. Andere fragen mich Löcher in den Bauch. Ich erzähle, aber keiner versteht mich wirklich. Schließlich war es ja meine Reise und nicht ihre. Von wegen Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein Teil von mir will dort leben, für immer. Will die Menschen wieder sehen, mit denen ich die unglaublich schönen Erlebnisse teilen durfte. Das Gefühl von Heimat hier in Österreich lässt wohl noch etwas länger auf sich warten.

Wien, Wien nicht mehr nur du allein.

Der Horizont ist erweitert. Weit über den Stadtrand von Wien hinaus. Eh schon länger, nur dieses mal fühlt es sich echter an. An diesem Punkt bin ich selbst gespannt, wohin mich das in Zukunft noch führen wird. Das kleine süße Gefühl von Vertrautheit bleibt jedoch. Gleichzeitig auch der Drang, sich stetig voranzubewegen. Vielleicht sollte ich radfahren gehen 😉

Gelandet.

Es hat nun einige Zeit gedauert, bis ich psychisch wieder ganz in Wien angekommen bin. An dieser Stelle geht ein großer Dank an all meine wunderbaren Freunde hier raus. Außerdem habe ich wieder Fernweh. Daran erkenne ich auch bestens, wieder ganz hier angekommen zu sein. Langsam aber sicher merke ich, wie sehr mich diese Reise bereichert hat. Es eröffnen sich dadurch wieder andere Sichtweisen auf das Leben und andere Menschen. Yoga ist schon länger ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, nun kommen erste Resultate. Es schenkt mir viel bisher unbekannte Energie, außerdem den Mut, vieles einfach fließen zu lassen. Und somit vielleicht sogar ein bisschen den Zustand des freien Reisens in Wien umzusetzen, weit weg von Meer, Strand und Palmen.

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